Tubular Glass

Veredelungsprozesse

Zur Vergütung unserer Gläser verfügen wir über Verfahren wie die Einbrenn-Silikonisierung, die der Sensibilität biotechnologisch erzeugter Arzneimittel gerecht wird, oder die Oberflächenbehandlung mit Ammoniumsulfat.

Einbrenn-Silikonisierung für vorfüllbare Spritzen

Ölige Silikonisierung

Gerade heute stellen viele neu entwickelte Arzneimittel besondere Anforderungen an die Verpackung und verlangen spezifische Lösungen. Spezielle Veredelungs-Verfahren tragen dazu bei, die Kompatibilität zwischen dem Verpackungsmaterial und den pharmazeutischen Wirkstoffen zu optimieren und damit die Stabilität und Haltbarkeit des Medikaments abzusichern.

Die Spritzenproduktion von Gerresheimer Bünde verfügt dementsprechend über verschiedene effektive Veredelungs-Technologien. So kann etwa das Einbrennen der notwendigen Silikonschicht auf der Innenwand des Spritzenkörpers helfen, empfindliche biotechnologisch hergestellte Arzneimittel in Lösung stabil zu halten.

Einbrennsilikonisierung

Unter bestimmten Umständen können Silikonöl-Tröpfchen, die sich insbesondere bei konventioneller Flüssig-Silikonisierung ablösen, mit dem Arzneimittel interagieren. Ein Beispiel hierfür ist die silikonöl-induzierte Protein-Aggregation in biotechnologisch erzeugten Medikamenten, die zur Zurückweisung des Medikamentes führen kann.

Unsere patentierte Einbrenn-Silikonisierung (EP 1818069/ US 7404278) verleiht dem Spritzenkörper eine anhaltend stabile und gleichmäßige Gleitschicht, sodass die problemlose Applikation des Medikaments während der gesamten Verwendbarkeitsdauer gewährleistet bleibt.

Kontakt

Wenn Sie nähere Informationen über die Einbrenn-Silikonisierung für vorfüllbare Spritzen wünschen, gibt Ihnen unser Technischer Support gerne Auskunft.
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Glasvergütung mit Ammoniumsulfat

Vergütung mit
Ammoniumsulfat

Grundsätzlich sollten Einflüsse, die das Glas der Primärverpackung auf die Stabilität von Medikamenten haben kann, nicht unterschätzt werden. Der entscheidende Einflussfaktor ist bei dem verwendeten Glas (Typ I) die hydrolytische Resistenz der Oberfläche, bemessen nach der Alkalität. Selbst bei Verwendung von Borosilikatglas des Type l kann es sein, dass dessen Alkalinität zu hoch ist, um eine ausreichende Produktlebensdauer garantieren zu könne. Solch empfindlichen Produkte  können dann eventuell nur als gefriergetrocknete Substanzen vermarktet werden.

Ein spezifisches, von Gerresheimer Bünde entwickeltes Vergütungsverfahren bietet eine interessante Alternative. Damit können auch  nicht oder nur schwach gepufferte Arzneimittellösungen sowie für Water for Injection (WFI) langfristig flüssig in Glasbehältnissen gelagert werden. Die Innenvergütung des Glasbehälnisses mit Ammoniumsulfat resultiert in einer signifikanten Verbesserung der pH-Stabilität bei empfindlichen Arzneimittelzubereitungen sowie beim Einsatz vorgefüllter WFI-Systeme.

Eine weitere Option bietet der Einsatz von Borsilikatglasröhren mit einem geringeren Temperaturausdehnungskoeffizient von 33. Diese Glasart weist aufgrund seiner speziellen Rohstoffbasis von vornherein einen geringeren Alkaligehalt auf.

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