Innovationen

Unsere Innovationen für Produkte und Prozesse

Innovative Produkte und Lösungen sowie die Erfüllung steigender Qualitätsansprüche unserer Kunden sind Teil unserer Wachstumsstrategie. Wir investieren laufend sowohl in optimierte Produktions- und Produktqualität als auch in unser Produktportfolio. Dabei arbeiten wir eng mit unseren Kunden und Partnern aus der Industrie, der Wissenschaft und weiteren Einrichtungen zusammen. 

Unsere Entwicklungszentren als Innovationstreiber

Unsere Entwicklungszentren als Innovationstreiber - Gerresheimer

Im Geschäftsfeld Medical Systems betreiben wir vier Entwicklungszentren, Technical Competence Center (TCC). In den TCC in Wackersdorf (Deutschland), in Peachtree City (Georgia, USA) und in Dongguan City (China) widmen sich die Experten der Entwicklung und Konstruktion kundenspezifischer medizinischer Kunststoffprodukte. Das Zentrum in Wackersdorf wird derzeit ausgebaut und entwickelt künftig auch neue Glasprodukte. Ein Schwerpunkt ist der Aufbau einer Kleinserienfertigung für vorfüllbare Spritzen und Karpulen aus Glas. Ein weiteres TCC für vorfüllbare Spritzen und Sicherheitszubehör gibt es in Bünde (Deutschland). Entwicklung und Design für pharmazeutische und medizintechnische Produkte werden außerdem von Gerresheimer item angeboten.

Aus dem Ausbau unserer Design- und Entwicklungskompetenz resultieren laufend neue Projekte und die Entwicklung innovativer Produktideen. Am TCC in Wackersdorf greifen hier die verschiedenen Kompetenzen von der initialen Entwicklung, über die Planung der Serienreife (Industriealisierung), den Werkzeugbau, die Einrichtung und Tests der Maschinen und Werkzeuge bis zur Kleinserien- und Prototypenfertigung ineinander. Dabei werden neue Entwicklungen und Impulse von Kunden, der Industrie wie auch aus der Wissenschaft aufgegriffen, angewandt und umgesetzt. Einer dieser Trends in der Medizintechnik ist die Miniaturisierung. Mikrospritzgießen erfordert neue technologische Kompetenz im Werkzeugbau, im Spritzguss und bei der Validierung und Prozesskontrolle. Für letzteres wird beispielsweise erstmalig im TCC in Wackersdorf ein Computertomograph zur Messung von Mikrospritzgießteilen eingesetzt.

Sicherheitsspritzen und andere innovative Spritzensysteme

Spritzen mit Stechschutz und höchster Reinheit

Sicherheit bei Spritzen ist ein wichtiges Thema. Sowohl für den Patienten, als auch für das medizinische Personal. So sind gebrauchte Spritzen mit ihren freiliegenden Kanülen eine allgegenwärtige Gefahrenquelle. Bestehende Nadelschutzsysteme vermindern zwar die Verletzungsgefahr, erfordern aber zusätzlichen Aufwand bei der Abfüllung im Pharmaunternehmen und dem Einsatz der Spritze. Mit Gx InnoSafe® bietet Gerresheimer nun eine Spritze mit integriertem, passivem Sicherheitssystem. Es vermeidet unbeabsichtigte Nadelstichverletzungen und schließt ein erneutes Verwenden der Spritze aus. Zudem lässt es sich einfach in die Produktionsabläufe der Pharmaunternehmen einbinden und gewohnt intuitiv und einfach vom medizinischen Fachpersonal verwenden. Der Schutzmechanismus wird nämlich automatisch aktiviert, ganz ohne zusätzlichen Aufwand. Pharmazeuten können die neuen Spritzen ohne größere Veränderungen auf bestehenden Abfülllinien verwenden, da ein extra Montageschritt für ein Sicherheitssystem unnötig ist.

Spritzenformung

In unserem Werk in Bünde (Deutschland) befindet sich das Entwicklungs- und Produktionszentrum für sterile Ganzglas-Spritzensysteme unserer Marke Gx RTF® (ready-to-fill). Hier gibt es eine auf den ersten Blick kleine, aber für eine steigende Anzahl von neuartigen Medikamenten wichtige Innovation bei den vorfüllbaren Glasspritzen. Dank einer neuen Fertigungstechnologie können nun metallfreie Spritzenkörper gefertigt werden. Ein Problem beim Einsatz von Spritzen können Spuren von Wolfram oder anderen Metallen sein, die gelegentlich bei der Formung der Spritze in der Bohrung zurückbleiben können. Besonders bei Medikamenten, die auf biotechnologisch hergestellten Wirkstoffen basieren, sollen Metallverunreinigungen idealerweise ausgeschlossen werden. Dank eines Dorns aus einer speziellen Keramik, der für die Formung der Spritze nötig ist, kann Gerresheimer rückstandsfreie Spritzen für die Verpackung besonders anspruchsvoller Medikamente serienreif herstellen. Das Institut Fresenius hat mit einer Studie bestätigt, dass keine Keramikrückstände in der Spritze feststellbar sind. Die Fertigungstechnik ist bereits zum Patent angemeldet. 

Spritzen mit innovativer Technologie - Gerresheimer

Begleitende Forschung und Studien gehören selbstverständlich zum Entwicklungsprozess dazu. So wurden in einer breit angelegten Langzeitstudie von 2011 bis 2015 Faktoren für eine optimale Spritzenfunktion untersucht. Besonderer Schwerpunkt der Langzeitstudie waren alle Größen, die die Losbrech- und Gleitkräfte beeinflussen, so unter anderem die Silikonisierung als Gleitbeschichtung in vorfüllbaren Glasspritzen. Biotechnologisch erzeugte Medikamente werden häufig in solchen Spritzen gelagert und verabreicht. Sie sind in aller Regel mit Silikon versehen, um das Entleeren der Spritze zu vereinfachen. Der Einsatz von Silikonöl muss genau dosiert sein, sonst ist entweder die Spritze zu schwergängig oder es kann zur Tröpfchenbildung im Medikament und Ausflocken des Wirkstoffes kommen. Selbst im nichtsichtbaren Bereich kann das problematisch sein, da so die verfügbare Wirkstoffmenge verringert wird. Gerresheimer hat hier mit seinen Gx® Baked-on RTF Spritzen eine patentierte Lösung im Programm, die eine besonders gleichmäßige Beschichtung mit geringen Silikonmengen erreicht. Die Silikonölemulsion wird dabei in den Spritzenkörper gesprüht und erhitzt, so dass die Emulsion eine feste Verbindung mit dem Glas eingeht. Im Ergebnis wird so weniger Silikon benötigt und eine zuverlässige Gleitbeschichtung für die gesamte Lagerdauer geschaffen.

In Zusammenarbeit mit unserem japanischen Partner bieten wir ein innovatives Drug-Delivery-System aus einem speziellen Kunststoff an, der glasähnliche Eigenschaften besitzt. Dabei handelt es sich um den Kunststoff COP (Cyclo-Olefin-Polymer), der unter dem Namen ClearJect® vermarktet wird. Da klassische Glasspritzen bei anspruchsvollen pharmazeutischen oder biopharmazeutischen Medikamenten an ihre Grenzen stoßen können, suchen Entwickler nach geeigneten Alternativen. Speziell für solche Anwendungen wurden die ClearJect®-Spritzen entwickelt. Sie erweitern die Einsatzmöglichkeiten von vorfüllbaren Spritzen, für die Gerresheimer den Vertrieb und die technische Beratung in Europa und Amerika unter dem aus dem Glasbereich vertrauten RTF® (ready-to-fill)-Konzept übernimmt. In enger Kooperation mit dem japanischen Partner wird die neue Spritze in einem europäischen Produktionswerk der Gerresheimer Medical Systems produziert. Das erste Produkt aus dieser Linie ist eine 1 ml long Spritze mit integrierter Kanüle die unter dem Namen Gx RTF® ClearJect® zu finden ist.

Injektionsfläschchen von höchster Qualität

Injektionsfläschchen von höchster Qualität

Ein Ergebnis unserer weltweiten Investitionen in die Optimierung unserer Produktionsprozesse ist die Entwicklung der Gx® Elite Glass-Produktfamilie. Diese High End-Röhrenglasfläschchen aus Typ I-Borosilikatglas sind eine Antwort auf die gestiegenen Kundenanforderungen im Pharmamarkt und erhöhten Ansprüche an die Sicherheit der Patienten. Sie sind 2-3 mal so widerstandsfähig wie das normale Typ I-Glas, erheblich bruchresistenter auf der Abfülllinie und bei der Lyophilisation und übertreffen den Industriestandard deutlich. Dank eines umfassend optimierten Prozesses bei der Herstellung werden Risiken, die zu Produktfehlern führen können vermieden, etwa Glas-zu-Glas oder Glas-zu-Metall-Kontakt. Die Gx® Elite Vials verfügen über eine hohe Festigkeit, sind frei von kosmetischen Fehlern und besitzen eine hohe dimensionale Genauigkeit. Zudem können sie für den nahtlosen Einsatz an verschiedene Abfülllinien geliefert werden. Der Kunde hat dadurch bei höherer Qualität geringere Kosten.

Injektionsfläschchen von höchster Qualität

Eine standardisierte Plattform für vorfüllbare, sterile Injektionsfläschchen bieten die Gx®RTF Vials. Dabei werden die Fläschchen mit der anerkannten Ompi EZ-fill®-Verpackungstechnologie kombiniert. Die Fläschchen werden gewaschen, in Trays oder in Nest und Wanne verpackt und sterilisiert an den Pharmakunden ausgeliefert. Dieser kann ohne weitere Prozessschritte mit dem Abfüllen beginnen. Weiterer Vorteil für den Kunden: Er kann die Injektionsfläschchen von zwei verschiedenen Herstellern beziehen. Durch die neue Verpackungslösung können die Vials zudem von der Entwicklungsphase neuer Medikamente, über die Kleinserie, bis hin zur Großserienproduktion eingesetzt werden.

Gerresheimer unterstützt die verbesserte Qualität im Produktionsprozess mit eigener Converting- und Inspektions-Technologie, die den Formungsprozess jedes einzelnen Vials überwacht. Das Gx® RHOC-System inspiziert alle qualitätsrelevanten dimensionalen Faktoren und das Gx® G3 Kamerasystem identifiziert zuverlässig kosmetische Defekte. Zufällige Proben werden laufend auf ihre Delaminationsanfälligkeit überprüft. Der Steuerungsprozess Gx® THOR, der für ein optimales Temperaturprofil im Converting-Prozess sorgt, und das Testverfahren Gx® FLASH hat Gerresheimer im Unternehmen eigens dafür entwickelt.

Produktinnovationen bei Kunststoffverpackungen

Duma® Pocket

Wir optimieren kontinuierlich einige unserer bewährten pharmazeutischen Kunststoffverpackungen und schaffen innovative Verpackungslösungen. Einige Beispiele: Um den neuen Regelungen der US-Gesundheitsbehörde FDA gerecht zu werden, bieten wir die Augentropfenflaschen nun auch mit einem fixierten TE-Ring an. Dieser Teil des Originalitätsschutzes zeigt sicher die Unversehrtheit der Packung an und muss laut den Vorgaben nun fest mit der Flasche verbunden sein. Die Produktfamilie der Duma® Pocket bietet eine Pharmaverpackung, die nicht nach Medizin aussieht. Sie entspricht dem Wunsch vieler Patienten, nicht auf den ersten Blick erkennen zu lassen, dass es sich um ein Medikament handelt. Sie sehen eher wie eine Verpackung für Süßstoff, Kaugummi oder Pfefferminz-Dragees aus. Gerresheimer bietet diese Behälter nun in neuen Größen für 40 und 100 ml Füllvolumen an – klar, dass die Verpackung neben ergonomischem Design auch einen kindersicheren Verschluss hat.

BioPack

Unter dem Namen BioPack bieten wir ein breites Produktportfolio aus Verpackungen für Medikamente und Kosmetika an, die aus Biomaterial anstatt aus konventionellen Polyethylen (PET) hergestellt werden. Ein weiteres Beispiel für die Innovationsstärke von Gerresheimer sind die von uns entwickelten MultiShell®-Kunststofffläschchen zur Verpackung von besonders anspruchsvollen flüssigen Medikamenten.

Kosmetikflakons mit innovativem Design

In der Entwicklung und Produktion von Kosmetikglas für Parfümflakons oder Cremetiegel stellen wir ebenfalls höchste Ansprüche an unsere Prozesse sowie die Qualität der Produkte. Jedes Jahr entwickeln wir rund 100 neue Glasflakons für die Kosmetikindustrie. Darüber hinaus produziert Gerresheimer mehrere Hundert Varianten dieser Kosmetikverpackungen aus Glas, teils durch aufwändige Veredelungsprozesse wie Besprühung und Metallisierung. Insbesondere der Ausbau der Veredelungstechnologien ist ein Investitionsschwerpunkt für den wachsenden Markt der hochwertigen Kosmetikverpackungen.

Kosmetikflakons mit innovativem Design
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